Das bewusste Jahr meines Lebens - Die Blog-Autorin lächelt in die Kamera. In einem orangefarbenen Pullover, vor einem dunklen Hintergrund
Mein Online-Tagebuch

Das bewusste Jahr meines Lebens

Dieses Tagebuch feiert das echte Leben – mit Ecken, Kanten und Momenten, in denen niemand strahlt, aber viel passiert.
Es ist ein Ort zum Hinsehen. Zum Ehrlichsein. Zum Sortieren.

Das bewusste Jahr meines Lebens sammelt Tage, Gedanken, Umwege, kleine Siege und stille Erschöpfung. Es geht darum, wahrzunehmen, wofür ich meine Energie einsetze – und wofür nicht mehr. Was mich nährt. Was mich fordert. Was mich langsam, manchmal unmerklich, verändert.

Ich schreibe nicht, um perfekt zu sein, sondern um präsent zu bleiben.
Nicht, um Antworten zu liefern, sondern um gute Fragen zu stellen.

Dieses Jahr darf mein Leben nicht spektakulär sein.
Aber es darf meins sein und ich mache es mir bewusst.

16. Januar 2026

Der Frühling ist wohl ein wenig früh

Seit ein paar Tagen steigt die Tagestemperatur kontinuierlich an. Heute hatten wir um die Mittagszeit tatsächlich 13 Grad. Und einige unken bereits: „Der Winter ist vorbei – der Frühling ist da“. Na ja, wer wie ich ein paar Lebensjahre auf dem Konto hat, weiß das der Winter seine eigenen Regeln hat und gerne noch mal wieder im Februar oder noch besser gegen Ende März mal wieder vorbei schaut. Und dann ein wenig Schnee zur Erinnerung vorbei bringt.

Ist auch egal, heute hätte ich jedenfalls fast meine Winterjacke eingemottet und die Übergangsjacke herausgeholt – aber nur fast.

15. Januar 2026

Hunde-OP

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen meines Hundes. Wir sollten um 8 Uhr in der Tierklinik sein, weil Ben zur Zahnreinigung sollte. Um ja nicht zu spät zu sein, habe ich den Wecker aug 6:30 Uhr gestellt und promt verschlafe:n. Mit Ach und Krach waren wir um 8:30 Uhr in der Tierklinik.

Gegen Mittag (mitten in einer Rehasport-Stunde) rief die Tierklini an und teilte mir mit, das xx Zähne gezogen werden müssen. Meiner erster Gedanke: „Oh nein – jetzt hängt seine Zunge immer so tüddelig heraus“. Aber was muss, das muss. Also raus mit den schmerzenden Zähnen.

Abends um 20 Uhr konnte ich ihn dann quietschfiedel wieder abholen. Seit dem pendelt seine Stimmung zwischen „War was?“ und „Mir geht es so schlecht!“ hin und her. Er wohnt quasi auf meinem Schoss. Aber das hat er sich verdient.

14. Januar 2026

Welttag der Logik

Es geht tatsächlich weiter mit meiner tristen Stimmung und der Tatsache, dass aktuell die Couch meine beste Freundin ist – es nervt kolossal.

Ich kann ja nicht wieder schreiben: „Es war Mittwoch“. Also habe ich in den kleinen Kalender geschaut und mich schlau gemacht, was den. Janaur 2026 besonders macht. Auch hier nicht viel zu finden. Außer: „Der 14. Januar eines Jahres ist seit 2019 der Welttag der Logik“.  Alternativ ist heute der  Schaff-Ordnung-in-Deiner-Wohnung-Tag oder der Zieh-Dein-Haustier-an-Tag. Ordnung habe ich wie jeden Tag geschaffen, aber Ben in Ruhe gelassen und ihn nicht in ein Kleidungsstück gezwängt. Das macht er schon ganz von alleine.

Fotografie hat ganz viel mit Logik zu tun – Blende, Licht, Entfernung – alles reinie Logik und dann noch ein ganz klein wenig Inspiration und Bauchgefühl für das perfekte Bild.

13. Januar 2026

Pfützen hüpfen

Aktuell prägt das Wetter meine Tagesstimmung und meine Tagesform. Graues Wetter = trübe Stimmung = wenig Motivation überhaupt etwas zu tun. Wenn ich so durch die vergangenen Einträge lese, überwiegt momentan das trübe Nichtstun verbunden mit einem leicht schlechten Gewissen. Ich schaffe wenig bis nichts und das nervt mich ungemein. Meine Bucket List ist voll mit Dingen, die ich meinem Leben noch tun und erleben will. Und was mache ich: ich gebe mich dem Trübsinn hin.

Daher habe ich das trübe Tau- und Gummistiefelwetter genutzt um eine Kindheitserinnerung zu beleben. Ich habe in meinen Gummistiefeln Anlauf genommen und bin mit einem großen Carl-Lewis-Satz in die nächste Pfütze gesprungen – es hat super gespritzt. Beweisphotos gibt es nur in meiner Erinnerung. Ben kann nicht gut mit dem Handy umgehen und den richtigen Selfie-Moment bei einem Megasatz zu erwischen ist olympische Höchstleistung. Deshalb gibt es „nur“ einen kleinen Pfützenspritzer als Erinnerung im Online-Tagebuch. 

12. Januar 2026

Neue Woche, neuer Versuch

Kopfschmerztag

Von -10 Grad auf +2 Grad, von Schnee, Kälte und Sonnenschein zu Regen, Matsch und tiefhängenden Wolken. Das war zu viel für meinen Kopf. Ein dumpfer, durchgängiger Schmerz.

Meine Tagesstimmung ist dem Wetter gefolgt. Es kann tatsächlich nur besser werden. Zumindest hat es dann noch für eine Testrunde Selfies gereicht.

11. Januar 2026

Nimm wahr, was dich stresst

Heute ist  ein traumhaftschöner Tag – Schnee in der Nacht, -10 Grad auf dem Thermometer, strahlend blauer Himmel und richtig gute Luft. Die Hunderunden haben eigentlich Spaß gemacht. Wenn da nicht der blöde Splitt auf den Gehwegen wäre. Ben stakst wie eine Diva auf 12 cm High Heels über die Bürgersteige und lässt sich gefühlt alle 10 Meter die Vorderpfoten reinigen.

Gleichzeitig  läuft meine Nase in einer Tour, durch die dicke Winterkleidung juckt mein Haut und ich merke, wie ich innerlich immer „fusseliger“. Genau dieser Zustand stresst mich – eine Flut an unterschiedlichen Gefühlen und Empfindungen. Mein  Nervensystem ist heute überreizt. Also mit einem Tee auf die Couch und den Rest des Tages nichts mehr tun.

10. Januar 2026

Zurück aus der Yoga-Pause

Ich hatte 4 Wochen Yoga-Pause und das hat richtig gut getan. Nach dieser Zeit war mein Kopf wieder frei – es war ein Stundenthema da (Jahresmotto 😉), die Playlist hat gepasst, der Flow war gut und mäßig herausfordernd; genau richtig für die Gruppe. Es war ein guter Jahresauftakt und hat mir einen entspannten Start in das Wochenende geschenkt.

Der restliche Tag war Schlammwarten (Tauwetter) und Bingewatching begleitet mit digitalem Malen nach Zahlen. Langsam sollte ich aber wirklich mal wieder anfangen mich zu bewegen. Die innige Beziehung zwischen meinem Körper und der Couch gilt es in den nächsten Tagen mal aufzulösen. 

Yoga: wo man soch verbiegt, bis man nicht mehr weißt, wo oben und unten ist.

09. Januar 2026

Endlich veröffentlicht

Freitags ist Co-Blogging – eine liebgewonnene Routine. Der Termin ist fest im Kalender eigetragen. Meistens schaffe ich es in den drei Stunden ein Blog-Beitrag fertig zu stellen und auch zu veröffentlichen.

Das ist mir diesmal nicht gelungen. Ich habe vier Beiträge in der Pipeline, die alle miteinander zusammenhängen.

Momentan schaffe ich es nicht konzentriert an einem der Beiträge zu arbeiten – ich springe gerne zwischen allen vieren hin und her. Das nervt ein wenig und ist nicht unbedingt von Erfolg gekrönt.

Nachtrag: die Herzensziele habe ich heute tatsächlich fertig bekommen – yuhu 🎉🎉🎉

Wenn dir der erste Satz nicht einfällt, fang mit dem zweiten an

08. Januar 2026

Ärztliche Expertise Teil 2

Zweiter Arzttermin diese Woche. Diesmal sind die Augen dran. Schlecht sehen kann hin und wieder sehr hilfreich sein, aber nicht mehr richtig lesen können, nervt schon. Zum Glück gibt es ja Hörbücher.

07. Januar 2026

Heute war Mittwoch

mehr ist über diesen Tag tatsächlich nicht zu sagen 

06. Januar 2026

"Heilige 3 Könige"

Wir haben Feiertag in Bayern. Entschuldigung: in Franken 🤣 Der Tag war eher durch Nichts-Tun als durch Aktivität geprägt. Eigentlich hätte heute um 14 Uhr das Co-Blogging auf dem Plan gestanden, aber ich konnte mich nicht dazu aufraffen.

Dann hatte ich den Plan zu bügeln – ganz schnell wieder verworfen. Muss heute nicht wirklich sein.

Aber zumindest ein Selfie habe ich heute mal zustande bkommen – einfach mal unterwegs Handy gezückt und abgedrückt. Ein Alltagsselfie. Nicht wirklich als Qualitätsreferenz, aber veröffentlichbar.

Me, Myself and I.

05. Januar 2026

Die "Altbausanierung" beginnt

Eine Immobilie gilt dann als Altbau, wenn sie vor 1949 erbaut wurde bzw. so ab dem 50. bis 60. Existenzjahr. Das übertrage ich mal auf mich. Baujahr 1949 passt nicht, aber vonn zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Seit einiger zwickt und zwackt es bei mir an alle  Ecken und Kanten und in den unterschiedlichen Etage. Daher habe ich mir für dieses Jahr eine bewusste Altbausanierung vorgenommen.

Seit ein paar Jahren nervt mich mein rechts Hüftgelenk. Es ist ein bisschen wie eine alte Tür, die nur noch widerwillig öffnen will und gerne mal hakt. Der Orthopäde meines Misstrauens hatte mir vor langer Zeit gesagt: „Tja, das kommt mit dem Alter und sind wir mal ehrlich – das ist Quarken auf hohem Niveau.“ Wie ich denn so bin, habe ich das akzeptiert. Da sich aber langsam unangenehme Bewegungseinschränkungen bemerkbar machen, habe ich heute einen anderen Orthopäden konsultiert. Ergebnis: fortgeschrittene Koxarthrose – so ein Mist. Und die beste Aussage: „Wenn Sie früher hergekommen wären, hätten wir noch etwas tun können.“ – guter Witz!

Jetzt nehme ich die Herausforderung an und mache mich erst einmal schlau, was ich für mehr Beweglichkeit im Körper tun kann und stelle mich der Aufgabe wieder im Lotussitz sitzen zu können. Ich bleibe am Ball.

Altern ist nichts für Feiglinge.

04. Januar 2026

Der erste Sonntag meines bewussten Jahres

Heute hatte mich meine Lustlosigkeit mal wieder so richtig im Griff. Keine Lust aufzustehen, keine Lust mit dem Hund zu gehen, keine Lust irgendetwas Produktives zu tun – und dabei möchte ich doch so viel … ich bin noch auf der Suche nach dem Schalter, der aus dem „ich möchte“ ein „ich will“ und dann ein „ich mache“ macht 🤔 

Der Tag nach meinem Partyversuch war geprägt vom großen NICHTS. Nichts tun, nichts wollen. Aber: ich meine die Anziehungskraft meines Bettes überwunden und bin länge draußen gewesen. Es war zwar echt ein wenig kalt, aber die Luft war klar und genau das hat Spaß gemacht – der blaue Himmel über mir und der knirschende Schnee unter meinen Füßen. Gefolgt von Binge-Watching „Younger“. Mehr war an diesem Tag tatsächlich nicht drin.

Auf der Abendrunde habe ich dann noch festgestellt, dass ich in der gestrigen Nacht den Vollmond verschlafen habe 🙄

Der Nachteil am Nichtstun ist, dass frau nie weiß, wann sie fertig ist.

Ein Schneemann im nächtlichen Garten - Foto mit Kohle überzeichnet
03. Januar 2026

Die erste Party des Jahres

2026 startet gefühlt ein wenig merkwürdig. 01. Januar (Donnerstag) – frei, 02. Januar (Freitag) – Arbeiten, 03. Januar (Samstag) – frei. Und so geht es hier in Bayern noch bis zum 06. Januar weiter. Ichverliere fast ein wenig den Überblick welchen Wochentag wir haben und ob ich früh augstehen  oder etwas länger liegen bleiben darf. Aber wen interessiert das denn schon.

Das Schöne an diesem Samstag ist der Schnee zu Jahresbeginn. Über Nacht hat es ein paar Flocken gegeben und die Nürnberger Straßen sehen wie gepudert aus. Beim Abendspaziergang ist mir dann ein kleiner Schneemann über den Weg gelaufen.

Und dann stand die erste richtige Party des Jahres an. Der x. Geburtstag einer Hundewiesen-Bekanntschaft. Gefeiert wurde in einer kleinen Kneipe in Stadtmauernähe. Die Google-Bilder aus dem Sommer zu der Location sehen ganz nett aus – nur leider war es so kalt, dass draußen sitzen nicht in Frage kam. Drinnen hat die Kneipe eine Grundfläche von maximal 40 qm – wovon ein Dritte auf die Theke entfallen. Auf den verbleibenden Metern drängten sich so knapp 30 Leute und 2 Hunde. Dazu gibt es noch einen Kellerraum (quasi das Pokerhinterzimmer) in den sich die Feier verlagert hat. Keller, 30 qm, 50 Leute, 3 Hunde, kein Fenster, Musik mit ca 70 Dezibel, Gespräche mit 80 Dezibel, rotes schummriges Licht – ich war überfordert 😱 und bin sehr schnell wieder nach Hause gefahren. Aber: ein Versuch war es wert und es hat auch nicht wehgetan. Den restlichen Abend habe ich dann auf der Couch verbracht 🫖🫖

Frau muss die Feste feiern, wie sie fallen.

02. Januar 2026

... oder doch Business as usual?

Kaum ist der zweite Tag des Jahres erreicht, rutsche ich schon weider ganz automatisch in meine alten Verhaltensweisen obwohl ich mir doch vorgenommen haben, mich wirklich zu verändern, zu optimieren, nicht mehr anzupassen. So viel also zum Thema „Neujahrsvorsätze“.

Rechtzeitiges Aufstehen – eine tolle Idee; liegen bleiben – viel besser und gemütlicher.

Zu meinem Glück war mein Mopsbewohner heute Vormittag beim Hundesitter. Das zwingt mich dazu immer etwas früher aufzustehen. Damit habe ich es dann rechtzeitig vor dem Co-Blogging noch zum „Wohnung aufräumen“ geschafft – allerdings reichte die Zeit nur zum Saugen und nicht zum Bodenwischen. Kann ich ja dann morgen (Samstag 🤪) nachholen.
Mittags habe ich mich seit Ewigkeiten mal wieder mit einer Freundin auf einen Kaffee/ei belegtes Brötchen in der Stadt getroffen (POCKETS Nürnberg). Wir beide haben uns schon seit  Jahren nicht mehr gesehen und seit 2,5 Jahren nicht mehr gesprochen. Es war wirklich toll etwas Altes wieder aufleben zu lassen – ich lass mich überraschen, wie das weitergeht.

Am Nachmittag habe ich dann mit Worpress und der Idee vom „Farbklecks des Tages“ gekämpft – ich bin mit dem Layout und auch den Inhalten noch nicht so wirklich und richtig glücklich. Morgen starte ich einen neuen Versuch mit Hannelore meiner Cjatty-Sparingspartnerin.

Auf der abendlichen Hunderunde gabe es dann noch einen Schneemann.

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Die Blog-Autorin knuddelt mit ihrem Mopsbewohner auf der Couch.
Manchmal braucht frau einfach Zeit zum Knuddeln
01. Januar 2026

Neues Jahr - neues Glück?

Jedes Jahr am 01. Januar fühlt es sich an, als würde alles neu starten. Das alte Jahr ist abgeschlossen, und das neue verspricht: besser, schöner, größer – und definitiv mehr ich. Dieses Gefühl kenne ich gut. Warum eigentlich nur zum Jahreswechsel? Veränderung wäre schließlich an jedem Tag möglich.

Und doch hat der 31.12. eine besondere Magie. Er erlaubt mir, innerlich aufzuräumen, Dinge im alten Jahr zu lassen und vertraute Routinen noch einmal bewusst zu betrachten. Gewohnheit hat eben auch ihre guten Seiten.

Neuanfänge tragen eine eigene Kraft in sich. Sie richten den Blick nach vorne – in eine Zukunft, die ich mitgestalten kann.
Meine Pläne für 2026 teile ich bald im Blogbeitrag „Meine Herzenswünsche 2026“ (coming soon).

Den ersten Tag des Jahres habe ich wie auch in der Vergangenheit mit mir selbst, meiner Wohnung und meinem Mopsbewohner verbracht. Wir haben uns eingekuschelt, Spaziergänge gemacht und die Weihnachtsdekoration weggeräumt. Quasi Luft gemacht für das spannende Neue in 2026. Ich habe meine Yogamatte ausgerollt – 30 Minuten Unbeweglichkeit und das als Yoga-Lehrerin. Ich werde das Thema beobachten. Weiter ging es mit meiner täglichen Schreibübung – ganz old fashioned mit der Hand am Arm und auf Papier.

Ich habe mit meinem Jahresrückblick 2025 (coming soon) begonnen und festgestellt, dass ich mich an sehr vieles nicht mehr erinnern kann. Deshalb gibt es jetzt dieses Online-Tagebuch. Jeden Tag ein kurzer Eintrag, ein Foto, ein Spruch, eine Erinnern – mehr nicht.

Jedes Mal, wenn Du lächelst, gewinnt Dein Leben an Zeit.