Mai 2025 - ein Glastetasse auf einer Mauer, die Sonne geht auf und reflektiert im Tee

Mai 2025 – Leiser Genuss im Dazwischen

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Hallo, ich bin Stefanie

Mentorin, Coach, Alltagsphilosophin und Farbensammlerin.
Ich bin ich überzeugt: Depression braucht bunt. Kein grelles „Jetzt musst du aber funktionieren!“, sondern kleine Farbtupfer, die Hoffnung machen, Orientierung schenken und den Alltag ein bisschen leichter werden lassen.

In meinem Blog schreibe ich über Depression ohne Tabus, ohne Fachchinesisch und ohne Druck. Stattdessen mit Herz, Wissen und Erfahrungen, die zeigen: Grau darf sein. Und Farbe darf zurückkommen – in deinem Tempo.

Der Wonnemonat – und was er nicht war

Der Mai 2025 steht im Jahreskreis für das Thema „sich Gutes tun und genießen“. Und ich sag’s direkt: Insbesondere das mit dem Genuss ist mir nur in Teilen gelungen.

Manchmal ist das größte Ereignis, dass nichts passiert. Ich habe mich ein wenig aus dem Radar gezogen. Kein Launch, kein Drama, kein Feuerwerk. Der Mai war leise – aber kraftvoll. Ich habe mich zurückgezogen, alte Türen geöffnet, neue Fragen gestellt und meine Räume sortiert. Ein Rückblick auf einen Monat des inneren Wandels und stillen Genusses.

Quelle: einzigartig-fotoprojekt

Alte Türen, neue Gedanken

Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.

Es heißt ja: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Nun – nachdem ich am 30. April eine wichtige Tür endgültig zugemacht habe, standen im Mai plötzlich viele neue (alte) Türen offen.

Dahinter verbargen sich vertraute Möglichkeiten, fast wie alte Bekannte, die freundlich winken. Ich bin neugierig durch ein paar dieser Türen getreten. Und ja – das, was ich dahinter gefunden habe, hat mich sofort gepackt. Ich hätte loslegen können, wie früher.

Aber dann meldete sich meine innere Stimme: „Stopp. Du hast diese Türen aus einem guten Grund geschlossen.“
Nicht nur, weil keine Zeit war – sondern weil sich etwas nicht mehr richtig angefühlt hat.

Und so habe ich mich bewusst entschieden: Viele dieser Türen bleiben wieder zu. Ich möchte nicht zurück in alte Muster. Ich möchte weitergehen. Neu entdecken. Zu unbekannten Ufern aufbrechen – auch wenn ich noch nicht weiß, wie sie aussehen.

Aufräumen – innen wie außen

Seit meiner ersten eigenen Wohnung – ein kleines Einzimmer-Apartment – liebe ich das Auf- und Wegräumen. Manche behaupten sogar, man könne bei mir vom Boden essen. In den letzten zwei Jahren ist das ein bisschen verloren gegangen.

Im Mai habe ich das nachgeholt. Schublade für Schublade, Schrank für Schrank. Ich habe Dinge losgelassen, die überflüssig geworden sind. Danach waren meine Festplatten und Geräte dran: Daten gelöscht, Bilder sortiert, Musik geordnet.

Es war befreiend.
Endlich wieder Raum zum Atmen. Und kleine neue Routinen, die das Leben leichter machen. Ordnung kann so wohltuend sein – wenn sie nicht aus Zwang entsteht, sondern aus dem Wunsch nach Klarheit.

Quelle: pixaby.com
Quelle:elements.envato.com

Meine Bucket List – leise Träume

Ich habe mich lange nicht getraut, meine Träume zu wichtig zu nehmen.
„Träume sind Schäume“ – dieser Satz war bei uns zu Hause Standard. Träume galten als bedeutungslos. Pläne waren erlaubt – aber auch die sind bei mir oft gescheitert.

Im Mai habe ich die Perspektive geändert. Ich schenke meinen Träumen jetzt Raum. Und ich habe begonnen, meine ganz persönliche Bucket List zu schreiben – eine Liste mit Dingen, die ich im Leben noch erleben, ausprobieren oder fühlen möchte.

Nichts Lautes. Kein Tandemflug über den Grand Canyon.
Meine Liste wird eher leise. Alltagsnah. Mit viel Gefühl. Und vielleicht erzähle ich irgendwann mehr davon.

Gelesen, gehört, gesehen ...

Diese Rubrik habe ich von Kerstin Steinkamp „gemopst“ – mir gefällt die Idee noch einmal ganz bewusst darüber zu reflektieren, was mich in dem Monat inspiriert hat

Gelesen

"Psychologie heute - Das Leben aufräumen" - Eine Ausgabe wie gemacht für mich in diesem Monat: Vergangenes sortieren, Gegenwärtiges ordnen, Zukünftiges neugierig anschauen.

Gehört

Von "Brian Mackey - Underwater" - Dieser Song lief in Dauerschleife. Sanft, tief, ein bisschen melancholisch. Passte perfekt zum Mai.

Gesehen

Ich mag gut gemachte deutsche Filme. Diesmal: Wunderschöner. Zwar nicht ganz so stark wie der Vorgänger Wunderschön, aber dennoch ein schöner Film über das Leben und die leisen Töne dazwischen.

Mein Bild des Monats

Ein Graffiti, entdeckt im Vorbeilaufen. Es bringt auf den Punkt, was mein Mai war: eine stille Erinnerung daran, bei mir selbst zu bleiben.

Quelle: pixaby.com/Ajale

Vielleicht kennst du das Gefühl: Ein Monat vergeht wie im Pflug.

Ein Monatsrückblick hilft, das Erlebte bewusst  zu erinnern und lässt die Tage nicht nur verschwinden. 
Er macht sichtbar, was war, was gehen und was bleiben darf.

Wenn du weiter zurückschauen möchtest: Im Archiv „Rückblicke“ findest du weitere Momentaufnahmen von mir.

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