Du kennst inzwischen meinen Weg mit Depression von der ersten trüben Tagen als Teenager, den Zusammenbruch 2023, und den Moment, in dem ich wusste: Das ist mein Thema, damit will und muss ich mich beschäftigen.
Du weißt auch, wovon ich träume und wie meine Vision aussieht: eine Welt, in der sich psychologische Hilfe zu suchen so normal ist wie ein Pflaster.
Heute wird es konkreter. Ich zoome tiefer in meine Hilfe bei Depression hinein. Denn hinter jedem großen Traum steckt irgendwann die entscheidende Frage: Wie sieht das eigentlich im Alltag aus? Was tue ich wirklich – und für wen? Wie arbeite ich, womit, und warum so? In diesem Beitrag nehme ich dich mit in meine Lebensaufgabe. Nicht als Konzept, sondern als gelebte Haltung.
Falls du die ersten beiden Teile dieser Serie noch nicht kennst: Ich erzähle hier in Form eines Selbstinterviews – einer Struktur, die ich bewusst gewählt habe, weil sie ehrlicher klingt als ein Hochglanz-Über-mich. Teil eins ist meine Geschichte, Teil zwei mein Traum. Und jetzt kommt das Wie. Willkommen in meiner Mission.
kurz & knapp
Falls du direkt zum Kern springen möchtest, hier die Kurzfassung:
- Was ich tue: Ich begleite Frauen zwischen 45 und 60 Jahren dabei, Schritt für Schritt wieder ihre Lebensfreude zurückzugewinnen
- Für wen: Für Frauen mit leichten bis mittleren Depressionsverläufen, die bereit sind, wieder aktiv ins Tun zu kommen.
- Wie: Mit einem Ansatz, der Körper und Geist gleichzeitig anspricht; mit kleinen alltagstauglichen Impulsen, Körperübungen und persönlicher Erfahrung.
- Warum kein „Heilen“: Weil ich keine Therapeutin bin und es auch gar nicht sein will. Ich sehe mein Angebot als Brücke: für die Wartezeit, für die Zeit danach, für den Alltag dazwischen.
- Was entsteht: Eine moderierte Online-Selbsthilfegruppe, kleine Kurse, ein intensiveres Mentoring. Alles im Aufbau, alles mit demselben Ziel: wieder Energie, Sinn, Lebensfreude im eigenen Leben.
Und wenn du heute nicht weißt, wo du anfangen kannst: Einfach durchatmen. Und dich in Ruhe umschauen. Der Rest kommt Schritt für Schritt.
Das wartet auf dich
Was tue ich für Frauen mit Depression?
Alltagsnahe Impulse
Im Kern begleite ich Frauen zwischen 45 und 60 Jahren niedrigschwellig, alltagsnah und ohne erhobenen Zeigefinger durch das Grau der Depression. Aktuell geschieht das vor allem über informative Blogbeiträge und kleine Impulse, die nicht nach großer Veränderung schreien, sondern einfach ein bisschen Farbe in einen grauen Tag bringen. Manchmal ist ein Gedanke, eine Übung, ein neuer Blickwinkel dafür schon genug.
Wohin mein Angebot wächst
Mein Angebot befindet sich noch im Aufbau. Transparenz ist mir dabei besonders wichtig, weshalb ich diesen Prozess offen kommuniziere. Was ich mir vorstelle und was Schritt für Schritt entsteht: Social-Media-Kanäle, in denen echter Austausch stattfindet, eine moderierte Online-Selbsthilfegruppe für Frauen, die sich gegenseitig tragen, kleine Kurse mit konkreten Werkzeugen und irgendwann ein intensiveres Mentoring für diejenigen, die tiefer gehen möchten. Alles mit demselben Ziel: Hilfe bei Depression außerhalb der Therapie, die mentale Gesundheit stärken, Energie zurückgewinnen und dem Leben wieder ein bisschen Lebensfreude zurückzugewinnen.
Und für wen genau ist dieses Angebot gedacht? Wer findet bei dir Unterstützung?
Diese Frauen begleite ich
Mein Angebot richtet sich an Frauen zwischen 45 und 60 Jahren. Und ja, ich gehöre selbst dazu. Mit 56 Jahren kenne ich diese Lebensphase nicht aus dem Lehrbuch, sondern aus meinem eigenen Leben. Die Kinder ziehen aus und hinterlassen eine ungewohnte Stille. Die Wechseljahre klopfen mehr oder weniger sanft an. Sinnfragen, die man jahrelang verdrängt hat, drängen plötzlich nach vorne. Und Beziehungen, die irgendwann einfach „funktionierten“, fühlen sich auf einmal fremd an, verlieren sich oder wollen neu definiert werden.
Genau in dieser Phase entsteht oft eine tiefe innere Leere, für die es kaum Worte gibt. Viele Frauen beschreiben es so: „Ich fühle nichts mehr.“ Oder: „Alles ist grau.“ Oder ganz schlicht: „Ich funktioniere nur noch.“ Ich kenne diese Sätze nicht nur von anderen, sondern auch aus meinem eigenen Inneren.
Dabei lebe ich selbst ein Leben, das nicht dem klassischen Bild entspricht: Ich bin ledig und habe keine Kinder bzw. mein Kind hat Fell. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, verstehe ich, was es bedeutet, sich in dieser Lebensphase neu zu verorten. Denn die Fragen, die diese Zeit stellt, treffen uns alle. Nur auf unterschiedlichen Wegen.
Wer bei mir richtig ist und wer nicht
Mein Ziel ist es, diese Frauen Schritt für Schritt von der inneren Leere zurück zu Energie, Sinn und echter Lebensfreude zu begleiten. Eines möchte ich dabei klar sagen: Wer unter einer schweren Depression leidet, gehört in fachärztliche oder therapeutische Hände – das ist keine Option, das ist mir sehr wichtig. Mein Angebot ist für diejenigen, die einen leichten bis mittleren Verlauf erleben und bereit sind, wieder aktiv ins Tun zu kommen. Nicht mit einem großen Ruck – sondern in ihrem eigenen Tempo, einen kleinen Schritt nach dem anderen.
Warum bietest du keine Therapie an?
Rechtliche Rahmenbedingungen
Das hat rechtliche Gründe; aber die sind ehrlich gesagt der kleinere Teil der Antwort. In Deutschland ist Psychotherapie gesetzlich geschützt, und nur approbierte Fachleute dürfen im klinischen Sinne „heilen“. Diese Approbation habe ich nicht. Soweit die Faktenlage.
Der eigentliche Grund liegt tiefer: Ich will gar nicht therapeutisch arbeiten. Nicht weil ich Therapie nicht schätze. Ganz im Gegenteil, ich habe selbst erlebt, wie wertvoll sie sein kann. Sondern weil ich etwas anderes zu geben habe. Etwas, das es so in der klassischen Versorgungslandschaft kaum gibt. Die Therapie findet zu festgelegten Zeiten statt. Meine Hilfe bei Depression kann in jedem Moment dazwischen in Anspruch genommen werden.
Warum „Heilung“ für mich nicht passt
Und weil wir gerade dabei sind: Ich mag den Begriff „Heilung“ ehrlich gesagt nicht besonders. Er klingt so, als wäre da etwas kaputt gegangen, das nun wieder zusammengeklebt werden muss. Ein bisschen so wie die Vase von Tante Jule, die heruntergefallen ist und nicht weggeworfen werden darf.
In der Psychologie wird Heilung mit der Wiederherstellung psychischer Gesundheit gleichgesetzt – aber ich frage mich: Waren wir vor der Depression wirklich psychisch gesund? Oder einfach nur anders? Sind wir während der Depression kaputt und müssen einfach nur „geklebt werden“? Und sind wir nach einer Therapie wieder dieselbe Person wie vorher – oder haben wir uns durch die Depression, durch die Therapie, durch all die kleinen Impulse und Erfahrungen auf dem Weg eigentlich weiterentwickelt? Haben wir angefangen Resilienz in unserem Leben aufzubauen?
Das sind Gedanken, die mich begleiten und die mein Verständnis von Begleitung grundlegend prägen.
Meine Rolle als "Brücke"
Ich sehe mich wie eine Brücke. Für die Frauen, die gerade auf der Warteliste sitzen. Falls du je dort warst, weißt du, wie sich diese Monate anfühlen können: zermürbend, einsam, irgendwie zwischen den Stühlen. Und für diejenigen, die Therapie bereits hinter sich haben und trotzdem spüren: Da ist noch etwas. Ein Alltag, der sich noch nicht wirklich leicht anfühlt. Frauen, die ihre mentale Gesundheit stärken und langfristig Lebensfreude zurückgewinnen wollen.
Meine Begleitung ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung. Lebensnah, sanft und hoffnungsvoll. Sie verbindet Wissen über die Erkrankung mit Körperbewusstsein und somatischen Übungen, die nicht nach Behandlungszimmer riechen, sondern nach echtem Leben. Es geht mir darum, Menschen mit Depression sanft zurück zur eigenen Energie, zur Verbindung mit sich selbst und zur Lebendigkeit zu begleiten.
Was steckt in deinem Werkzeugkasten?
Körper & Geist verbinden
Ich arbeite gleichzeitig mit dem Körper und dem Geist. Beides hängt bei Depression viel enger zusammen, als wir oft denken. Der Körper gilt nicht umsonst als der Spiegel unserer Seele. Diesen Ansatz habe ich mir nicht aus Büchern zusammengelesen, sondern über viele Jahre in eigenen Ausbildungen, Fortbildungen und vor allem im echten Leben erarbeitet. Ich lebe ihn selbst.
Mein Hintergrund ist breiter, als man vielleicht zunächst vermuten würde: Ich habe einige Ausbildungen im Fitnessbereich absolviert, bin ausgebildete Yogalehrerin mit verschiedenen Schwerpunkten und halte ein Zertifikat als Burnout-Präventionsberaterin. Was genau hinter meinem Werdegang und den Qualifikationen steckt, erzähle ich dir in einem eigenen Beitrag (Coming soon).
Atem, Bewegung, Achtsamkeit als Bausteine
Was das in der Praxis bedeutet? Konkret arbeite ich mit Atemübungen aus dem Yoga und dem somatischen Training, mit kleinen Bewegungseinheiten, die das System sanft aktivieren, ohne zu überfordern, mit Achtsamkeits-Quickies wie zum Beispiel mit der 5-4-3-2-1-Methode – und mit Reflexionsübungen, bei denen negative Glaubenssätze Schritt für Schritt in neue, kraftvollere Formulierungen verwandelt werden.
Ich persönlich komme mit kleinen täglichen Impulsen viel besser zurecht als mit großen Aufgaben, die sich über einige Tage erstrecken. Deshalb gibt es bei mir am Anfang den „Farbklecks der Woche“; einen einzigen, machbaren Impuls für den Alltag, der nicht überfordert, aber sanft in Bewegung bringt. Langfristig soll daraus der „Farbklecks des Tages“ werden: eine tägliche, leichte Routine, die sich irgendwann so selbstverständlich anfühlt wie der Morgenkaffee. Nur bunter.
Warum ist Geduld so wichtig?
Schnelle Lösungen scheitern
Eine Depression, die nach einem verschlafenen Wochenende verschwindet, dass wünsche ich mir. Die Realität sieht aber anders aus.
Sie hat sich über Monate, oft über Jahre aufgebaut. Sie ist aus vielen kleinen Tropfen entstanden, die irgendwann das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Und genauso braucht der Weg zurück seine Zeit. „Tschakka-Tipps“ klingen zwar verlockend, und ich verstehe den Wunsch nach der schnellen Lösung sehr gut, aber das System verarbeitet solche Impulse selten dauerhaft. Sehr viel wahrscheinlicher verpuffen sie. Und manchmal hinterlassen sie sogar das frustrierende Gefühl: „Ich habe es versucht – und trotzdem funktioniert es bei mir nicht.“
Resilienz aufbauen braucht Geduld und Durchhaltevermögen. Dabei ist Geduld viel mehr als nur Warten. Geduld ist Macht. Die Macht über den eigenen Prozess, über das eigene Tempo, über den persönlichen Zeitplan und die eigene Gesundheit. Wer geduldig ist, zieht nicht ständig am Gras, um es schneller wachsen zu lassen – sondern sorgt dafür, dass der Boden gut ist und kontinuierlich bewässert und mit Nährstoffen versorgt wird. Meine Oma hatte dafür ein paar Weisheiten parat: „Gut Ding will Weile haben“ und „Geduld in allen Dingen führt sicher zum Gelingen.“ Ich habe lange gebraucht, um wirklich zu verstehen, wie recht sie damit hatte.
Schnelle Lösungen scheitern
Denn Veränderung braucht dreierlei: Akzeptanz, Zeit und das liebevolle Üben neuer Muster. Wer zu ungeduldig ist, erzeugt vor allem eines: neuen Stress. Und Stress ist das Letzte, was ein erschöpftes System braucht. Nachhaltiger Erfolg funktioniert nicht wie ein Sprint, bei dem man nach hundert Metern ins Ziel fällt. Er braucht den langen Atem eines Marathons. Mit allem, was dazugehört: kleinen Etappen, gelegentlichen Gehpausen – und dem festen Wissen, dass man trotzdem ankommt.
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Du planst eine Online-Selbsthilfegruppe. Was steckt dahinter?
Meine eigene Erfahrung
Diese Idee kommt nicht vom Reißbrett. Sie kommt aus einer konkreten, etwas ernüchternden Erfahrung.
In meiner letzten depressiven Phase wurde mir schmerzhaft deutlich, dass mein Umfeld mich nicht versteht und dass ich gleichzeitig nicht verstehe, warum es mich nicht versteht. Dieser doppelte Schmerz ist typisch für Depression: Man fühlt sich unverstanden und macht sich dann noch Vorwürfe dafür. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Gruppe Gleichbetroffener zum Austausch gemacht. Solche Selbsthilfegruppen gibt es in Deutschland zu den verschiedensten Themen, in fast jeder Region Das ist wunderbar.
Und dann saß ich da: mit vier Männern über 70, zwei Frauen Anfang 30 und mir mit Mitte 50. Die Depression verband uns, aber die Geschichten dahinter kaum. Dies machte es schwierig, wirklich hilfreiche Gespräche zu führen. Ich hätte mir eine Frauengruppe über 50 gewünscht. Die gab es in meiner Region auch – aber sie war voll.
Um meine Gruppe zu erreichen, musste ich fast 45 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt fahren. Einfache Strecke versteht sich. Das in einer Zeit, in der ich nicht gerne für eine längere Zeit unter Menschen war und die Hektik mich überfordert hat.
Was ich mir zusätzlich gewünscht habe, war etwas Struktur. Nicht viel, aber so etwas wie einen Rahmen, ein Programm, eine Richtung. Einfach: eine Begleitung auf dem Weg der Veränderung. Vielleicht mit einem Buddy für den persönlichen Face-to-Face-Austausch. Mit kleinen Erfolgsfeiern, wenn wieder ein schwieriger Tag gemeistert wurde.
Austausch auf Augenhöhe
Aus dieser Erfahrung ist meine Idee einer Online-Selbsthilfegruppe entstanden. Ein geschützter Raum zum Austauschen. Frauen mit vergleichbaren Erfahrungen. Mit regelmäßigen Terminen, die Verlässlichkeit schenken. Mit Impulsen zur Selbstfürsorge und zum Umgang mit schwierigen Tagen. Und mit einer Zugänglichkeit, die wirklich niedrigschwellig ist: kein Anfahrtsweg, ohne Kamera, mit Pseudonym, wenn gewünscht, ohne technische Hürden. Verbindlichkeit ja – aber auch Anonymität für alle, die sie brauchen. Nicht als Versteck, sondern als Sicherheitsnetz mit gegenseitigem Respekt. Auch eine Möglichkeit aus dem Bett heraus im Schlafanzug teilzunehmen.
Struktur & Sicherheit
Denn was in einer Gruppe entsteht, kann man allein kaum erzeugen. Diese besondere Dynamik, wenn Menschen mit einem gemeinsamen Ziel zusammenkommen, ist etwas, das trägt. Moderiert, damit der Austausch respektvoll bleibt. Strukturiert, damit niemand im Grau versinkt. Und menschlich, weil das am Ende das Einzige ist, was wirklich zählt.
Ein starkes soziales Netzwerk ist eine der wichtigsten Ressourcen für die seelische Gesundheit. Eine Online-Selbsthilfegruppe kann genau das sein: ein Ort, der räumliche und zeitliche Hürden überwindet und das persönliche Netzwerk um Menschen erweitert, die wirklich verstehen, wovon man spricht.
Wenn dich diese Idee anspricht und du dir vorstellen kannst, Teil davon zu sein: Trag dich gerne auf meine Warteliste ein und bleib auf dem Laufenden, wie sich das Ganze entwickelt.
Deine Community soll kein „Jammertal" werden – wie stellst du das sicher?
Jammern ist okay – aber nicht alles
Zunächst mal: Jammern ist menschlich. Es hilft, Dampf abzulassen, Druck rauszunehmen, sich gehört zu fühlen. Das ist völlig in Ordnung und gehört zum Leben dazu. Aber langfristig hat kollektives Jammern eine heimtückische Wirkung: In einer Gruppe können wir uns gemeinsam immer tiefer in negative Gedanken hineinarbeiten, uns gegenseitig im Grau bestätigen – und irgendwann sehen alle nur noch schwarz-grau. Niemand nimmt das hoffnungsvolle Bunt wahr, das eigentlich auch da ist. Das möchte ich bewusst verhindern.
Umgang mit Besserwisserei
Ein ähnliches Thema ist die gutgemeinte Besserwisserei. Ich selbst kann nur sehr schwer damit umgehen, wenn mir jemand ungebeten erklärt, wie ich mein Leben zu verbessern habe. Jeder, der schon mal mit seiner mentalen Gesundheit gerungen hat, kennt diese Sätze. Die klingen wie Wandtattoos aus der Hölle. „Geh einfach mal an die frische Luft.“ „Du musst nur positiv denken.“ „Andere haben es doch viel schlimmer.“ Falls du solche Sätze gerade hörst: Es ist absolut okay, davon genervt zu sein. Depression ist eine Erkrankung – kein Mangel an Disziplin, Sonnenschein oder gutem Willen.
Den Perspektivwechsel üben
In meinen geplanten Community-Angeboten möchte ich Jammern und Besserwisserei aktiv ansprechen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit kleinen Übungen, die helfen, diesen Momenten im Alltag charmant, schlagfertig und vor allem gesund zu begegnen. Gemeinsam suchen wir nach Perspektivwechseln und testen kreative Lösungsstrategien. Oftmals führt das Betrachten eines Themas aus zwei Blickwinkeln zu tieferen Einsichten als nur eine einzelne Sichtweise.
Und dann gibt es da noch mein liebstes Prinzip, das ich gerne als Wechselstuben-Prinzip bezeichne: Für jeden bewussten Jammermoment schenken wir uns einen ebenso bewussten Moment des Wohlbefindens, der Wertschätzung, des kleinen Aufatmens. Nicht um das Schwere zu übertünchen, sondern um die Balance zu halten. Denn jede Geschichte hat zwei Seiten. Und die hellere Seite ist es immer wert, angeschaut zu werden.
Wenn ich mich heute verloren fühle – was ist mein allererster Schritt?
Atmen & ankommen
Erstmal durchatmen. Wirklich. Nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz konkret: ein langer, tiefer Atemzug. Denn das Gefühl, verloren zu sein, ist kein Zeichen, dass etwas falsch mit dir ist. Vielmehr ist es ein Zeichen, dass dich gerade etwas bewegt. Und das ist viel.
Du musst heute nichts entscheiden, nichts lösen, nichts werden. Du darfst einfach anfangen, dich umzuschauen. In deinem eigenen Tempo, ohne Druck und ohne Erwartungen. Schau dich hier in Ruhe um. Schmöker durch die Beiträge und spüre, was sich für dich stimmig anfühlt. Probiere einen „Farbklecks“ aus – einen einzigen, kleinen Impuls – und schau, wie er sich anfühlt. Nicht alles passt zu jedem. Und wenn ein Tag wieder grauer wird als der davor: Das gehört dazu. Das ist kein Rückschritt, das ist dein Weg.
Du bist nicht allein
Wenn du magst, begleite ich dich dabei. Trag dich in meinen Newsletter ein – so bleibst du auf dem Laufenden, bekommst einmal im Monat exklusive Impulse, Übungen für Körper und Geist und einen ehrlichen Überblick über das, was sich bei „Depression braucht bunt“ gerade bewegt.
Denn eines weiß ich mit Sicherheit: Du bist nicht allein. Und du musst diesen Weg nicht allein gehen.
Post für den Kopf, Farbe für die Seele: Meine „Gedankenpost“
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Ich wünsch dir einen Tag mit ganz viel Leichtigkeit im Herzen.
Deine Stefanie
Und ein wichtiger Hinweis zum Schluss
Mir liegt deine Gesundheit am Herzen. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, dass ich dich als Mentorin und Coachin auf deinem Weg zu Klarheit und Selbstverbindung begleite, aber keine Ärztin oder Therapeutin bin.
- Begleitung statt Behandlung: Meine Angebote sind als Prävention und Unterstützung gedacht. Sie sind ein wertvoller Wegbegleiter, aber kein Ersatz für eine Psychotherapie oder eine medizinische und psychiatrische Behandlung. Wenn du an einer Depression leidest oder unsicher bist, was gerade mit dir los ist, nimm bitte zusätzlich immer Kontakt zu deiner Ärztin/deinem Arzt oder deiner Therapeutin/deinem Therapeuten auf.
- Akute Hilfe: Solltest du dich in einer akuten Krise befinden oder Suizidgedanken haben, wende dich bitte sofort an eine Ärztin/einen Arzt, eine Psychotherapeutin/einen Psychotherapeuten oder den Notdienst. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 für dich da.
- Inspiration ohne Gewähr: Alle Inhalte auf dieser Seite habe ich mit größter Sorgfalt und nach bestem Wissen für dich recherchiert. Dennoch kann ich keine Gewähr für die Vollständigkeit oder Aktualität übernehmen. Die Texte dienen deiner Information und Inspiration. Sie können und sollen eine individuelle therapeutische Beratung nicht ersetzen.

