Der Januar 2026 war winterlich, langsam und ich ein bisschen widerspenstig. Es gab Schnee, kleine Routinen, große Vorsätze mit Anlauf und ein Hundeleben im Energiesparmodus. Vieles ruht noch im Winterschlaf, manches kommt langsam in Bewegung. Kein Neustart mit Pauken und Trompeten – eher ein leiser Jahresanfang mit viel Zeit auf der Couch. Das darf im Winter zum Jahresbeginn gerne so sein. Dann ist noch ausreichend Luft nach oben für das restliche Jahr.
Das wartet auf dich
Das Wetter im Januar 2026
Sprechen wir zum Einstieg doch erst einmal über das Wetter. Über das Wetter reden löst bekanntlich Blockaden und schafft Verbundenheit. Zumindest, wenn ich Google AI und dem guten alten „GEO-Wissen“ glauben darf.
Der Januar 2026 hat dem Winter tatsächlich einmal Ehre gemacht. Mit allem Drum und Dran. Es gab Schnee – mal mehr, mal weniger. Die Temperaturen lagen zeitweise unter null, an manchen Tagen zeigte das Thermometer sogar –10 Grad an.
In der Nacht vom 25. auf den 26. Januar begann es dann richtig ernsthaft und sehr ausdauernd zu schneien. Als ich aufwachte, fühlte sich die Welt anders an: diffuses Licht, gedämpfte Geräusche. Ich hatte das Gefühl, in eine weiße Wolke eingehüllt zu sein. Hund und Mensch wurden dick eingepackt und es ging auf einen seeeeehr langen und laaaaangsamen Spaziergang hinaus in die Schneewelt.
Das erinnerte mich an meine Kindheit und an die große Schneekatastrophe von 1978/1979, als mein Heimatdorf zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten war.
Nun lebe ich allerdings in einer Stadt – und dort hat Ruhe ein recht begrenztes Haltbarkeitsdatum. Während am 26. noch alles stillstand, nahm das Leben am 27. wieder Fahrt auf. Schneeberge türmten sich auf den Gehwegen, damit die Straßen frei blieben. Überall lag dieses unsägliche Streugut. Und als wäre das nicht genug, begann der Schnee auch noch zu tauen.
Am Montag machte Schnee noch Spaß. Am Freitag war der Rest nur noch nervtötend.
Mein Jahresbeginn
Nach diesem unverfänglichen Einstieg komme ich nun doch zu den ernsteren Themen – und beginne klassisch am Anfang des Jahres.
Ich habe irgendwo gelesen, dass der 1. Januar ein Imageproblem hat. Für viele ist er der Tag der großen Pläne, der frischen Energie, der neuen Version von sich selbst. Ab diesem Tag soll alles besser werden. Natürlich auch bei mir.
Auf meiner Liste standen die Klassiker: gesündere Ernährung, mehr Sport, mehr Yoga und weniger unproduktive Zeit. Das Ergebnis nach einem Monat: Essen wie immer, Sport verschiebe ich in die wärmere Jahreszeit, für die Yogamatte ist in der Wohnung gerade kein Platz und unproduktive Zeit kenne ich nicht.
Kurz gesagt: alles wie immer. Und trotzdem habe ich meine Ziele für 2026 weiterhin im Blick. Niemand zwingt mich, mein gesamtes Leben am ersten Tag oder im ersten Monat des Jahres komplett umzubauen. Dafür habe ich noch 364 Tage. Das reicht.
Alltagsroutinen
Auch wenn es mir nicht gelungen ist, mein Leben komplett umzukrempeln, habe ich doch an der einen oder anderen Stelle Weichen gestellt:
- Ich arbeite an meiner Aufstehzeit – im Monatsdurchschnitt bin ich gegen 7:30 Uhr aufgestanden
- Das morgendliche Wohnungsaufräumen dauert etwa 15 Minuten und hält erstaunlich lange vor
- Mehr oder weniger regelmäßig gönne ich mir morgens 10 Minuten kreatives Schreiben
- Ich verzichte immer öfter auf meinen Mittagsschlaf
- Donnerstag und Freitag finden wieder die Rehasport-Kurse statt
- Samstagvormittag gehe ich konsequent zum Yoga
Klein, aber nicht unwichtig.
Platz in meinem Leben schaffen
Das hat im Januar erstaunlich gut funktioniert. Nach einer großen Bügelsession ging es direkt weiter mit dem Kleiderschrank – einiges durfte gehen. Die Vorratsschränke in der Küche werden leerer. Eine Ladung Kleinkram ist im Sozialkaufhaus gelandet. Und auch das digitale Reduzieren nimmt langsam Fahrt auf.
Das, was ich persönlich als „Altbausanierung“ bezeichne
Neues Jahr, neues Ich – oder zumindest mal eine gründliche Durchsicht des Alten. Im Januar habe ich einige Arzttermine erledigt. Rundumvorsorge gleich zu Jahresbeginn, dann bin ich für den Rest des Jahres damit durch.
Eine kleine Herausforderung war der Orthopäde. Der diagnostizierte doch tatsächlich eine Arthrose im Hüftgelenk. Die Unbeweglichkeit des rechten Hüftgelenks kann frau auf diesem Bild glaube ich ganz gut sehen.
Für diese altersbedingte Bewegungeinschränkung bin ich eindeutig zu jung. Jetzt stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Eine dauerhaft schmerzende Hüfte für die nächsten 50 Jahre ist keine besonders verlockende Aussicht. Aktueller Schmerzlinderungs-Geheimtipp: Hyaluronsäure direkt ins Gelenk gespritzt. AUA.
Möglicherweise bin ich auch dem Geheimnis meiner ständigen Kopfschmerzen nähergekommen. Nein, nicht die Nackenmuskulatur – sondern ein erhöhter Augendruck. Das wird nun weiter untersucht.
Ich werde berichten. Auf jeden Fall bin ich jetzt in einem Alter angekommen, in dem ich ungehindert über körperliche Leiden sprechen und schreiben darf
Ben und das Hundeleben
Für den Kleinen mit dem großen Ego begann das neue Jahr genauso, wie das alte geendet hatte: schlafend. Den Jahreswechsel hat er komplett verschlafen. Kurz die Augen geöffnet, draußen 30 Sekunden gegen den Lärm angepöbelt, umgedreht – weitergeschlafen.
An seiner Tagesroutine hat sich nichts geändert. Das einzig wirklich Aufregende im Januar war die lange geplante Zahnreinigung. Daraus entwickelte sich spontan eine etwas größere OP, da ein paar Zähne entfernt werden mussten.
Nach zwei Tagen mit Beschwerden und einer Woche Schmerzmittel fühlte er sich wieder wohl. Essen, Snacken und Spielen machen seitdem wieder uneingeschränkt Spaß.
Das Projekt "Homepage/Blog"
Im vergangenen Sommer habe ich beschlossen, das Thema „Depression“ stärker in den Fokus meiner Homepage und meines Blogs zu stellen. Konsequenterweise habe ich die Yogaseite „Mein persönliches OM“ erst einmal in den Urlaub geschickt.
Und dann kam sie: die große Schreibflaute. Im Januar hat sie sich ein wenig gelockert – hin und wieder weht ein laues Lüftchen. Gleichzeitig prokrastiniere ich mich zuverlässig um die Veröffentlichung herum. Stattdessen denke ich sehr gründlich über Layouts, Schriften und Farben nach. Finale Ergebnisse lassen also noch auf sich warten.
Ein Zoomcall mit Waltraud Koller brachte die Frage auf, ob ich künftig zwei Blogs parallel betreiben oder alles zusammenlegen möchte. Meine Entscheidung ist noch nicht final, aber vermutlich wird es am Ende nur noch eine Seite geben. Das Verschmelzen von Yoga/Bewegung und Depression könnte dem Ganzen zusätzliche Tiefe verleihen.
Diese fünf Artikel habe ich veröffentlicht – gar kein so schlechter Jahresstart:
„Kreativ Schreiben“ lernen
Nach wie vor bin ich überzeugt davon, dass mein Schreibstil nicht besonders beeindruckend ist und ich eigentlich gar nicht so viel zu sagen habe. Um diese Blockaden zu bearbeiten, bin ich mit „365 Tage Schreiben“ von Geertje Couwenbergh gestartet.
Das Prinzip: jeden Tag ein kurzer Schreibimpuls, zehn Minuten schreiben, fertig. Jeder Tag ist sportlich – aber Nachholen ist erlaubt. Und das hilft.
Sachstand der Herzensziele
Lebensziel – ruht
Urlaubsziel – ruht
Fotoziel – ruht
Hobbyziel – ruht
Businessziel – na ja, eine Schnecke kommt schneller voran
TCS-Ziel – mühsam nährt sich das Eichhörnchen
Beziehungsziel – ruht
Sportliches Ziel – ruht
Ausmistziel – läuft
Leseziel – bisher 5 Zeitschriften gelesen und entsorgt
5 o’clock-Ziel – langsam, langsam
Zusammenfassend kann ich Ende Januar feststellen:
Die meisten meiner Herzensziele 2026 befinden sich noch im Winterschlaf. Und das ist – ganz ehrlich – völlig in Ordnung.
Ich wünsch dir einen Tag mit ganz viel Leichtigkeit im Herzen. Deine Stefanie

