Was passiert, wenn ein Blogumzug die Nerven strapaziert, aus 5 geplanten Artikeln am Ende 2 werden und trotzdem das Gefühl bleibt: Genau das war wichtig?
Im Februar 2026 war einiges anders als gedacht – zwischen digitalem Ausmisten, ersten Frühaufsteh-Erfolgen, gemischten Yoga-Gefühlen und sehr ehrlichen Gedanken über Produktivität, Strenge und Wohlwollen mit mir selbst. Dieser Monatsrückblick erzählt von kleinen Fortschritten, unerwarteten Erkenntnissen und der Frage, warum nicht alles perfekt sein muss, um richtig zu sein.
Inhalt
Die Technik - mein BFF in 2026
Blog-Umzug mit Mut zur Lücke und Elementor-Hürden
Im Februar habe ich mich an ein Projekt gewagt, von dem ich hoffe, dass es möglichst bald abgeschlossen sein wird. Denn aufgrund eines Impulses im Januar 2026 habe ich mich jetzt final entschlossen, meinen bisherigen Yoga-Blog „Mein persönliches OM“ zu beenden und die Inhalte in „Depression braucht bunt“ zu überführen. Gesagt, getan – und gleich auf ein großes Hindernis gestoßen grrrr.
Ich blogge mit Elementor, und zwar direkt im Elementor-Editor, weil mir das einfach mehr liegt. Aber genau darin lag das Problem: Damit lässt sich der klassische Blog-Ex- und Import in WordPress nicht nutzen. Die Seiten wurden nur rudimentär und völlig zerschossen transportiert. Um absolut sicherzugehen, dass meinem wertvollen und mit viel Herzschweiß geschriebenen Content nichts passiert, habe ich jede Seite einzeln aus Elementor in meiner PC-Ablage exportiert und dann auf stefanie-koch.de wieder importiert.
Und schon wartete die nächste Hürde: Ich habe das SEO-Plugin gewechselt – dusselige Idee. Damit sind natürlich alle bisherigen Fokus-Keywords, Meta-Beschreibungen und SEO-Werte hinfällig. Das war mir für den Moment einfach zu viel Arbeit. Also lautete die Devise: Beiträge erst einmal importieren, SEO SEO sein lassen und den Ball flach halten.
Ein Hoch auf den Mut zur Unperfektheit! Beim Übertragen habe ich bewusst auf absolute Formvollendung verzichtet und auch liebevoll ausgesuchte Icons weggelassen, um Zeit und Nerven zu sparen. Mein neuer, guter Plan für das laufende Jahr lautet nun: Künftig werde ich mir jede Woche einen alten Artikel vornehmen, ihn gründlich überarbeiten und Schritt für Schritt an die neuen Rahmenbedingungen anpassen.
Warum 2 von 10 Blogartikeln manchmal ein Erfolg sind
Wie jedes Jahr veranstaltet die TCS (The Content Society) im Februar die halbjährliche Blogdekade. Die Challenge dabei ist, dass innerhalb von 10 Tagen insgesamt 10 Blogartikel veröffentlich und bestmöglich auch geschrieben werden sollen. 2025 habe ich die Blogdekade zu generieren von Ideen (Das Bloggewitter ist ein genialer Ideengeber) genutzt, aber nicht geschrieben. Das hat mich überfordert. Für dieses Jahr hatte ich mir 5 Beiträge in 10 Tagen vorgenommen. Herausgekommen sind 2 Beiträge – okay: wie bei vielen Themen in meinem Leben gibt es Luft nach oben.
Veröffentlicht habe ich:
Ich war aber auch so mit dem Blogumzug beschäftigt, da konnte ich doch keine neuen Beiträge schreiben, oder?
Zumindest die Struktur für den nächsten Artikel: „5 Anfängerfehler bei Depression“ steht.
Meine Superkraft: Ordnung schaffen durch Sortieren
Im nächsten Schritt sind dann meine eBooks und meine „Wissensdatenbank“ mit diversen Internet- und Newsletter-Kopien an der Reihe. An dieser Front wird mir bis Ende des Jahres garantiert nicht langweilig.
Seit ich ein eigenes Zimmer habe, ist Aufräumen und Ordnung halten meine Superkraft. Je älter ich werde, desto mehr stelle ich fest, dass ich deutlich besser denken kann, wenn die Umgebung um mich herum ordentlich und aufgeräumt ist. Unordnung und Dinge, die nicht an ihrem Platz liegen, lenken mich ab und zwingen mich quasi zum Aufräumen.
In diesem Monat habe ich mich dem digitalen Aufräumen gewidmet. Angefangen habe ich damit, das System meiner zigtausend Musikdateien wieder auf Vorderfrau zu bringen. Zum Glück habe ich keine CDs mehr – die habe ich bereits vor 10 Jahren komplett digitalisiert. Sonst hätten die vorher noch digitalisiert werden müssen. Während ich an meinem Blogumzug arbeite, läuft nebenbei die Musik und ich entscheide ganz spontan und aus dem Bauch heraus: behalten oder löschen.
Und weil ich ja sonst nichts zu tun habe, habe ich auch noch angefangen, mich mit Notion auseinanderzusetzen. Cooles Tool, aber nicht gerade anfängergeeignet. Logisches Denken und Grundkenntnisse in Datenbanklogik helfen da enorm weiter. Ich fange klein an und übertrage langsam meine Ideen aus OneNote sowie meine Sammlung an Keywords und Stichwörtern in Notion. Der Rest wächst dann hoffentlich mit der Zeit, wenn ich das Tool immer mehr durchblicke. Zum Start habe ich mir ein Tutorial gegönnt. Leider begann das – wie so jedes Tutorial – mit einer endlos langen Beschreibung der einzelnen Felder und Funktionen. Sobald es an die konkrete Anwendung ging, wurde es etwas diffuser. Schade.
Auf dem Weg zum „Frühaufsteher-Quartalsziel“
In meinen Jahreszielen 2026 habe ich mir vorgenommen, morgens um 5 Uhr aufzustehen, um Dinge wie Training, Schreiben und Wohnung aufräumen noch vor der ersten Hunderunde um 8 Uhr zu erledigen. Dieses Ziel steuere ich schon seit zwei Jahren an und schaffe es nicht wirklich. Daher habe ich es für dieses Jahr in kleine Häppchen aufgeteilt. Im ersten Quartal 2026 heißt das Etappenziel: 6:30 Uhr aufstehen. Das gelingt mir derzeit mehr oder weniger gut. Die Tendenz geht aber definitiv in Richtung 6:30 Uhr – nur das mit dem Sport klappt noch nicht so recht.
Eine Freundin hat mir FitLife empfohlen: Jeden Morgen einen Vitaminbooster und abends einen Entspannungsshake, und schon soll mehr Energie für den Tag da sein. Was soll ich sagen? Es klappt ganz gut und ich kann der Schlummertaste meines Weckers teilweise bereits Adieu sagen. Statt den Wecker gefühlte 25-mal zu drücken, schaffe ich es immer öfter, regelmäßig vor 7:00 Uhr aus dem Bett zu kommen. Das große Quartalsziel von 6:30 Uhr rückt damit in greifbare Nähe.
Einblick in die Ringana-Welt




Seit knapp 10 Jahren bin ich als Ringana-Frischepartnerin gelistet – und genauso lange bin ich eigentlich inaktiv. Ich nutze lediglich den Vorteil der günstigeren Partnerbestellung, aber nicht die Möglichkeit eines zusätzlichen Einkommens.
Für den 21. Februar habe ich mich nun breitschlagen lassen, beim „RUN3“-Event in München vorbeizuschauen. Trotz anfänglicher bürokratischer Hürden – meine Partnerschaft war durch die lange Inaktivität eingeschlafen und musste kurzfristig reaktiviert werden – bin ich gemeinsam mit Lisa losgefahren. Vor Ort war ich ehrlich gesagt ein wenig überwältigt und auch überfordert von der schieren Masse an Menschen. Es waren wohl knapp 450 Teilnehmerinnen, wobei der Frauenanteil bei geschätzten 95 % lag.
Besonders beeindruckend war das Damen-WC im Tagungshotel Andraz in München.
Es gab vier Impulsvorträge zu unterschiedlichen Stationen im persönlichen Ringana-Business. Die vortragenden Frauen waren durchweg interessant und jede hat auf ihre Weise ihren ganz eigenen Weg mit Ringana gefunden. Auch wenn Ringana definitiv nicht mein Hauptbusiness – oder überhaupt mein Business – wird: Ich konnte aus den Vorträgen richtig wertvolle Impulse für meinen eigenen Blog und meine zukünftigen Pläne mitnehmen.
Yoga, Rehasport & die Tücken der Vertretung
Meine Rehasportkurse am Donnerstag und Freitagmittag sind mittlerweile fest etabliert. Allerdings merke ich zunehmend, dass meine Motivation nachlässt. Veränderungen sind hier einfach notwendig. Dieses Thema werde ich definitiv in die nächsten Monate mitnehmen und schauen, welche neuen Ideen und Perspektiven mir dazu kommen.
Der Yogakurs am Samstag hat sich fest in meinen Ablauf integriert. Von den neun angemeldeten Teilnehmer:innen sind regelmäßig vier Personen anwesend. Aber auch hier verliere ich mehr und mehr die Lust. Wie es mit diesem Kurs nach den Osterferien weitergeht, entscheidet sich im kommenden Monat.
Zu guter Letzt habe ich beim Post Sportverein in Nürnberg eine Hatha-Yoga-Stunde als Vertretung übernommen und dabei für mich festgestellt, dass ich das eigentlich ungern mache. Bei einer Million verschiedenen Yoga-Variationen und den oft sehr fixierten Gewohnheiten der Stammteilnehmer kommt schnell das ungute Gefühl auf, ob der eigene Stil in diesem Moment überhaupt hineinpasst.
Den ersten Geburtstag des Yoga-Studios YOMM habe ich immerhin genutzt, um beim Birthday-Special (Flow-to-the-beat) teilzunehmen. Leider hat das meinen Hüftgelenken im Nachgang allerdings eher gemischte Gefühle beschert.
Kulinarische Challenges & die „Bullerbü“-Überraschung
Unter dem Arbeitstitel „Aktion Tiefkühler leer essen“ hatte ich mir für den Februar vorgenommen, endlich wieder Platz im Eisfach zu schaffen. Da viele Dosen allerdings komplett unbeschriftet waren (genau wie bei den Kindern aus Bullerbü), wurde das tägliche Essen zu einem echten Überraschungstrip – von Maissuppe bis Süßkartoffelsuppe war da wirklich alles dabei.
Ähnlich rigoros rücke ich derzeit meinen Teevorräten auf die Pelle. Dabei musste ich feststellen, dass ich einfach viel zu viel angesammelt habe. Einige der noch ungeöffneten Verpackungen wurden kurzerhand verschenkt. Zum Glück lieben Yogis Tee – so haben die Vorräte direkt dankbare Abnehmer gefunden.
Eine Schranktür aufmachen und feststellen, es ist Platz und Luft vorhanden, fühlt sich befreiend an. Etwas Ballast weniger in meinem Leben. Es ist sonst noch genug da – mit wird das Jahr 2026 auch auf diesem Gebiet nicht langweilig.
Jetzt wird es persönlich - Wohlwollen mit mir selbst?
Meine Therapeutin hat mir gespiegelt, dass ich oft sehr streng mit dir bist und lernen darf, einfach mal „unproduktiv“ zu sein. Ich selber sehe „Unproduktivität“ als Faulheit an. Es fällt mir schwer für eine gewissen Zeit nichts zu tun. In meinem Kopf kreisen ständig Ideen. Meine Hände wollen etwas zu tun haben. Nichtstun lenkt mich ab. Bringt mich zu der beunruhigenden Beschäftigung mit mir selbst, meinen Wünschen, Träumen und Hoffnungen. Das ist anstrengend.
Der Kontrast oder auch Widerspruch von „Unproduktivität“ und „Faulheit“ werde ich demnächst in einem Blogbeitrag verarbeiten. Obwohl: es bedarf schon ein wenig Faulheit um Schneeglöckchen im Schnee beim Wachsen zuzusehen.
Mein vierteljährlicher Check-up bei meiner Psychiaterin lief super – grünes Licht, um genau so weiterzumachen wie bisher!
Was sonst noch so losgewesen ist im Februar 2026
Ben, der Mops
Nach der Zahn-OP im Januar war in Februar das linke Auge dran. Aus einem Zeckenbiss im Sommer 2025 hat sich bis zum Februar 2026 ein Abzess direkt am Augenlid gebildet. Dieser Dinger wachsen auch gerne mal nach Innen in Richtung Blutbahn. Daher musste es raus und Ben somit den zweiten Monat in Folge zum Tierarzt. Alles gut gegangen. Er sieht weiterhin mit beiden Augen gut.
Das hartnäckige Klavier
Das Projekt „Loriot im Wohnzimmer“ zieht sich seit dem Sommer 2025 durch mein Leben. Nach einer extrem intensiven Besichtigung inklusive Komplett-Demontage der Verkleidung bin ich es bis Ende des Monats nun aber hoffentlich endgültig los.
Lesezeit reaktivieren
Lange beschränkte sich das Lesen bei mir auf Online-Texte, schulungsunterlagen und Blog-Beiträge. Immer ein klein wenig nebenbei am PC. Ich habe mir für 2026 vorgenommen, dies zu ändern und mal wieder „richtige Bücher“ zu lesen. Allerdings habe ich auch die Entscheidung getroffen, keine Bücher mehr zu kaufen. Gerade bin ich alle Restbestände losgeworden, jetzt will ich die Schränke nicht wieder füllen.
Zum Glück gibt es Alternativen: ich habe meinen Kindle-Account wieder reaktiviert und mit Freunde festgestellt, dass dort jetzt auch Zeitschriften mit angeboten werden. Gestartet bin ich mit etwas leichterer Lektüre: „Poppy J. Anderson -Doppelt geküsst hält für immer“ gestartet.
Zudem habe ich mir eine Bibliotheksausweis für die Nürnberger Stadtbücherei inklusive Onleihe geholt. Jetzt muss ich nur noch gute Bücher finden.
Was lange braucht, kommt endlich gut an
Das ist ein kleines Schmankerl aus dem Bereich der deutsch-österreichischen Freundschaft. Rechtzeitig zu Weihnachten habe ich einer guten Freundin ein Päckchen nach Wien gesandt. Ich habe mich ein wenig gewundert, dass kein Danke kam. Dafür kam aber Anfang Februar das Päckchen wieder zurück „Empfänger unbekannt“.
Mit aktualisierter Adresse habe ich es noch einmal versandt und dann kam es tatsächlich knapp 2 Monaten Verspätung bei meiner Freundin an.
Zukunftsgedanken
Mir ist in diesem Monat wieder bewusst geworden, dass ich nicht gerne in Nürnberg lebe. Die Stadt ist unheimlich schmutzig, laut und unfreundlich. Mir fehlt der Norden. Ich werde dieses Jahr erneut eine Initiative starten, die es mir ermöglicht in die heimatlichen Gefilde an der Ostseeküste zurückzuziehen.
Sachstand der Herzensziele
Lebensziel – ruht
Urlaubsziel – ruht
Fotoziel – ruht
Hobbyziel – ruht
Businessziel – na ja, eine Schnecke kommt schneller voran
TCS-Ziel – mühsam nährt sich das Eichhörnchen
Beziehungsziel – ruht
Sportliches Ziel – ruht
Ausmistziel – läuft
Leseziel – da ich bisher noch keine einzige Yoga-Zeitschrift aus den letzten Jahren gelesen habe, sind alle gleichzeitig in der blauen Tonne gelandet.
5 o’clock-Ziel – langsam, langsam – 6:30 Uhr mehrfach geschafft
Zusammenfassend kann ich Ende Februar feststellen:
Die meisten meiner Herzensziele 2026 befinden sich weiterhin im Winterschlaf. Und das ist – ganz ehrlich – völlig in Ordnung.
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