Mai 2026 – vom Mut unperfekt zu sein

Über meisterhafte Prokrastination, warum Perfektion im Feed Angst macht und Bens großen Auftritt als Charmeur auf vier Pfoten

Perfekt kann jeder, ehrlich nur die, die es wirklich wollen.

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Stefanie Koch

Mindset Mentorin

Wenn das Leben die Perfektion ausbremst

Ich hatte mir für den Mai 2026 eine lange Liste mit Zielen geschrieben: Pünktlich um 6 Uhr aufstehen, keine Süßigkeiten, jeden Tag strahlen. Spoiler: Die Realität hatte andere Pläne. Ich bin morgens nicht gut aus dem Bett gekommen, habe Kohlenhydrate in reiner Zuckerform gefuttert und mich mit der Technik angelegt.

Aber weißt du was? Das ist okay. Nach viel Gehirnschmalz und KI-Rechnerkapazität steht mein neues Content-System. Und mittendrin habe ich begriffen: Die größte Kunst im Leben mit der Depression ist es, sich selbst und den Tag einfach mal so anzunehmen, wie er ist. Ohne ständige Analyse

Schnapp dir einen Kaffee (oder ein Kaltgetränk) und komm mit in meinen Mai.

Kurz & Knapp

Du möchtest direkt zum Kern springen? Sehr gerne. Hier sind die wichtigsten Punkte auf einen Blick.

Das radikale Ja zu „Typisch Stefanie“.

Wenn Geschenke wochenlang uneingepackt liegen bleiben oder Termine verpatzt werden, hieß es früher oft: „Typisch Stefanie – bekommt nichts auf die Reihe“. Heute sage ich: Ist doch völlig egal, ich mache mein Ding. Meine eigene Zufriedenheit ist mir wichtiger als die Frage, wie meine Vergesslichkeit nach außen wirkt. Das ist kein Fehler, das ist mein Markenzeichen.

Ehrlichkeit besiegt die Hochglanz-Angst.

Beim Analysieren von Social-Media-Accounts habe ich begriffen: Zu 100 % durchgestylte Feeds machen mir als Konsumentin Angst und blockieren den Kopf. Ich bin aktuell leicht übergewichtig, ungeschminkt und weit weg von Hochglanz – aber das ist echt. Perfekt kann jeder, ehrlich nur die, die es wirklich wollen.

Struktur bringt Ordnung, aber nur Content bringt Verbindung.

Ich habe Stunden in mein Notion-Dashboard investiert, um es „schön“ zu machen – nur um aus Versehen meine Masterdatenbank zu löschen. Nach der Rettungsaktion war klar: Mit Notion behalte ich den Überblick, aber Leserinnen gewinne ich nur mit ehrlichen Geschichten. Meine Datenbank sehe schließlich nur ich.

Inhalt

Ehrliche Geschichten zählen - Frau schaut über die Schulter nach hinten. Nahaufnamhme.
Ehrliche Geschichten sind wichtig.

Das große Prokrastinieren

Notion hübsch machen vs. Datenbank-Crash

Es ist ein offenes Geheimnis: Ich bin nicht gut im Schreiben und drücke mich gerne davor. Noch lieber finde ich alternative Beschäftigungen, um bloß keine Social-Media-Posts oder Newsletter verfassen zu müssen.

Im Mai habe ich darin eine echte Superkraft entwickelt: Datenbank-Design als Flucht. Ich habe so lange an meinem Notion-Dashboard geschraubt, bis ich aus Versehen meine perfekt strukturierte Masterdatenbank gelöscht habe. Nach zwei Stunden schweißtreibender Rettungsaktionen stand das gute Stück zum Glück wieder. Ein heilsamer Schock, der mich daran erinnert hat, worauf es wirklich ankommt.

Tief durchatmen, nicht aufregen. Mein Leben und meine Geschichte sind wichtiger als jeder durchorganisierte Redaktionsplan. Obwohl der natürlich beim Geschichtenerzählen hilft.

Instagram, mein persönlicher Endgegner

Als Generation X-Mitglied der ersten Stunde habe ich die Entstehung von Social Media live miterlebt. Früher war ein Foto vom Mittagessen das Highlight. Ich hatte nie das Bedürfnis, mein Privatleben vor einem großen Publikum auszubreiten. Aber weil ich das Thema „Depression“ transparenter machen möchte, gehören Instagram und Facebook nun mal dazu

Nach einer intensiven Beschäftigung mit dem Algorithmus schwankte ich zwischen Überforderung und Verweigerung. Doch dann kam die Erleuchtung: Meine Zielgruppe will keinen klinisch reinen Hochglanz. Mein Feed bekommt vielleicht einen beruhigenden weißen Rand, aber vor allem eines: echten Content und ganz viel ICH.

Ganz viel ich - Portraitaufnahme einer Frau, die direkt in die Kamera schaut
Die hart erlachten Linien um die Augen gehören dazu.
"Mein persönliches OM" - Logo
Ich starte langsam in den Abschied auf Raten.

Tschüss Meta-Ballast

Digitales Entmisten im großen Stil

Meine Aufräum-Mission läuft nun schon seit fast einem Jahr, und ich finde erstaunlicherweise immer noch Dinge, die weg können. Diesmal war der digitale Ballast dran: Ich habe endgültig die Accounts von „Mein persönliches OM“ auf Facebook und Instagram gelöscht.

Meta macht einem den Abschied zwar echt nicht leicht, aber ich bin hart geblieben. Auch die Website ist im Nirvana verschwunden. Das war insgesamt ein Abschied in vier Akten. Ich hätte nicht geglaubt, dass sich das wie ein Kaugummin hinzieht.

Übrig sind jetzt nur noch mein privates Profil und „Depression braucht bunt“. Diese Fokussierung und der digitale Minimalismus tun unheimlich gut.

Großer Bahnhof für Ben

Die Berg- und Talfahrt als Therapiebegleithund

Mein Mops Ben ist mein täglicher Anker. Er zwingt mich jeden Tag aus dem Bett – völlig egal, ob die Depression flüstert: „Bleib liegen, bringt heute eh nichts“

Im Mai hatte er seine ersten offiziellen Einsätze im Senioren- und Demenzzentrum. Obwohl mein Zeitmanagement holperte (ich bin immer dann zu spät, wenn der Weg besonders kurz ist), hat er die Herzen im Sturm erobert. Leider stornierte die Heimleitung die Termine kurz darauf aus internen Gründen wieder.

Nach zwei Tagen Trübsalblasen haben wir aber schon einen neuen Einsatzort in Aussicht, und das Kennenlerngespräch steht für den Juni an. Er ist einfach der perfekte soziale Eisbrecher.

Der soziale Eisbrecher - Mops sintzt seitlich auf einem großen Bodenkisen und schaut in die Kamera
Mein ganz persönlicher, sozialer Eisbrecher
Zwei eindimensionale Schafaufsteller im Garten.
Typisch Stefanie

„Typisch Stefanie“

Das Geschenk-Dilemma und die Akzeptanz

Ein unregelmäßiger Therapietermin hat im Mai einen tiefen Gedanken angestoßen : Warum habe ich eigentlich absolut keinen Bezug zu Geburtstagen und vergesse ständig, Geschenke rechtzeitig zu verschicken? Das Geschenk für meine Schwester lag seit einer Woche hier, uneingepackt. Früher hätte meine Familie gesagt: „Typisch Stefanie – bekommt wieder nichts auf die Reihe“. Meine Erkenntnis im Mai: Ist doch völlig egal. Ich mache mein Ding. Genau das ist mein Markenzeichen: TYPISCH STEFANIE.

Das Freebie-Dilemma

Bloß kein KI-Einheitsbrei

In meinen Business-Netzwerken drehte sich im Mai alles um die Freebie-Erstellung

Gefühlt haben alle ihre Dokumente mit Claude erstellt – mit dem Ergebnis, dass am Ende alles identisch aussah. Ich habe den Selbstversuch gewagt, aber das Ergebnis war mir viel zu sehr 08/15-Mainstream. Die Rechnerleistung hätte ich mir schenken können; da nutze ich lieber Etsy für schöne Workbook-Vorlagen.

Mein Freebie soll anders werden. Die Idee steht: Es werden wohl sechs exklusive „Farbkleckse“ – einer für jede meiner Blog-Kategorien. Individuell, nicht laut und grell, aber ganz in meinem eigenen Stil.

Mögliches wird sofort erledigt. Alles andere muss noch warten.

Hauswandschrift: Mögliches wird sofort erledigt.
Ohne weitere Worte.
Blick von schräg oben auf eine Tasse Matcha-Kaffee
Abwarten und Matcha trinken

Gesundheit, Therapie

und der Blick auf die eigene Biografie

Der Mai stand stark im Zeichen der gesundheitlichen Reflexion.

Die Physiotherapie für meine Hüfte schlägt an, und der Bewegungsradius nimmt langsam wieder zu.

Parallel läuft der Rehasport, der mich allerdings von Woche zu Woche mehr langweilt (wenn bei der Hitze kaum Teilnehmer da sind und ich mir vorne verloren vorkomme).

Ein echter Meilenstein war jedoch mein Therapietermin: Ich habe mich fest dazu entschieden, die Therapie fortzusetzen. Jetzt heißt es warten auf die Bewilligung der Beihilfe – ich lasse mich überraschen, wie lange es diesmal dauert.

Was sonst noch los war: Konsequenter Winterschlaf

Die Grill-Invasion am 1. Mai

Morgens um 8:30 Uhr wollten Ben und ich die Ruhe auf der Hundewiese genießen. Die Realität: Massenhaft Menschen, die mit Handtüchern die besten Plätze mitten in der Hundefreilaufzone blockierten. Tage später glichen die Pegnitzwiesen einer Müllkippe inklusive sieben verlassener Grills. Ich war kurz davor, den Blockwart zu spielen und die Stadt Nürnberg anzuschreiben.

Fun Fact: ich hasse Grillen – für alle die, die es noch nicht bermerkt haben *smile*

Zeitschleifen-Maniküre

Ich war felsenfest davon überzeugt, meinen Nageltermin zu haben. Vor Ort stellte sich heraus: Ich habe mich glatt in der Woche vertan! Immerhin wurde ich für die Pediküre eingeschoben – die Maniküre war aber auch bitter nötig, da ich mit den langen Nägeln schon in der Creme hängen blieb. Typisch Stefanie eben.

Sonntäglicher Putzwahn

Wer putzt bitteschön am Pfingstsonntag morgens um halb sieben seinen Backofen? Ich. Aber mit Reinigungspaste und Bimsstein bewaffnet war die Aktion immerhin von Erfolg gekrönt.

Technik-Karussell

Ich richte gerade Microsoft 365 Business ein, um Teams optimal nutzen zu können. Nach 25 Jahren Word und Excel trennt man sich schließlich nicht mehr so einfach – das ist wie eine Silberhochzeit. Von Claude habe ich mich dagegen verabschiedet, dafür bleibt Gemini als genialer Sparringspartner für meine unfertigen Blog-Ideen fest an meiner Seite.

Detektivarbeit auf der Hundewiese

Nach einer netten Begegnung auf der Hundewiese inklusive Mops-Fotoshootings bemerkte ich zu Hause, dass mein Hausschlüssel fehlte. Er lag im Hundebuggy der Bekannten. Zum Glück ging die Suchaktion gut aus und der Schlüsseldienst blieb mir erspart.

Im Mai 2026 veröffentlichte Beiträge

Herzensziele - so sieht es gerade aus

Nahaufnahme einer Milchtasse in den Händen einer Frau.
Sachstand meiner Herzensziele

Lebensziel – ruht

Urlaubsziel – ruht

Fotoziel – ruht

Hobbyziel – ruht

Businessziel – na ja, eine Schnecke kommt schneller voran

TCS-Ziel – mühsam nährt sich das Eichhörnchen

Beziehungsziel – ruht

Sportliches Ziel – ruht

Ausmistziel – läuft

Leseziel – bisher 5 Zeitschriften gelesen und entsorgt

5 o’clock-Ziel – langsam, langsam

Meine Herzensziele sind immer noch nicht im Jahr 2026 angekommen: Ich habe mich in den letzten Wochen und Monaten so sehr auf das frühe Aufstehen und den perfekten BLogbeitrag konzentriert, dass ich mich und mein Leben tatsächlich vergessen habe.

Meine Pläne brauchen im Juni dringend eine Neujustierung.

Was bleibt und was ich dir mitgeben möchte

Der Mai war chaotisch, er war lehrreich und er war vor allem eines: verdammt echt. Manchmal wirft man den Redaktionsplan über den Haufen, schwänzt Community-Calls, weil die Luft raus ist, und findet am Ende genau dadurch wieder zu sich selbst.

Wie war dein Mai? Hast du auch mit Technik-Monstern gekämpft, Termine verpeilt oder konntest du zwischen den Zeilen ein paar echte Farbkleckse sammeln? Erzähl es mir in den Kommentaren!

Gedankenpost

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